XOR Giessharz ist ein hochwertiges, brilliantklares, farbloses, bereits mit Kobalt vorbeschleunigtes, lichtstabilisiertes Polyersterharz, daß nur noch mit dem flüssigen Crystalhärter vermischt werden muß, sodaß draus blasenfreie, kristallklare Giesslinge entstehen.

XOR Giessharz eignet sich hervorragend für die Herstellung von sogenannten Bio-Plastics. Das sind glasklare Giesslinge, in denen die präparierten, natürlichen Eingiessobjekte, z. B. Fische, Echsen, Käfer, Schmetterlinge, frische Blumen, Gräser, Blätter und organische Objekte eingegossen werden. Vorteilhaft ist, daß sie weder schrumpfen noch farblich verändert werden, sodaß sie in ihrem natürlichen Aussehen auch in dem festen Giessharzblock für den Anschauungsunterricht in Schulen und Universitäten verwendet werden können : Souvenirs für die Ewigkeit !
XOR Giessharz enthält den Wirkstoff XOR = Xerophile-Operations-Recipient. Dieser Wirkstoff ermöglicht das Einbetten von hochwertigen Einbettungsobjekten, die zuvor mit speziellen , an dieses Harz angepassten Präparierchemikalien, behandelt wurden. Dabei sind die Präpariermittel so modifiziert, daß sie mit dem XOR-Giessharz verträglich sind, bzw. sich damit verbinden. Deshalb kann beispielsweise der gestorbene Zierfisch fachmännisch präpariert und konserviert werden, um danach im feuchten Zustand natur- , dh. form- und farbgetreu in das Harz eingebettet zu werden.

Das Polyesterharz hat durch den XOR-Zusatz einen zarten Blaustich, der sich beim Giessen und Verarbeiten des Harzes nicht nachteilig auswirkt. Vielmehr hat es gegenüber normalen Polyesterharzen einige Vorteile : es ist flüssiger, dringt deshalb auch in den fein behaarten Rücken einer Hummel ein, bzw. ermöglicht das Eingiessen einer Pusteblume. Wichtig ist auch die Brillanz. Das harz behält über viele Jahre hinweg sein glasklares, transparentes Aussehen, ist also weitgehend vergilbungsfrei.

Eingiesstechnik :

  1. Bedecken Sie die Arbeitsfläche mit einer Kunstofffolie, damit Sie verschüttetes Hrz beim Eingiessen leicht entfernen können. Stellen Sie darauf eine Giessform, größenmäßig angepasst an den von Ihnen ausgewählten Einbettungsgegenstand.
  2. Das Eingiessen eines Gegenstandes geschieht in den meisten Fällen im Dreischichtverfahren : also zuerst eine dünne ca 4-6 mm dicke Grundschicht giessen. Darauf wird der Einbettungsgegenstand aufgelegt und mit Harz übergossen. Dabei wird die Form voll mit Harz befüllt. nach dem Aushärten dieser Schicht wird noch eine Schlußschicht aufgegossen, sodaß die Form etwas überfüllt ist, d.h. das Harz wird leicht bombiert aufgegossen. Das ist wichtig, weil Sie dann, indem Sie oben auf das Harz eine größenmäßig auf die Form passende Abdeckfolie aufrollen, die Harzfläche damit vollständig abdecken können.
  3. Anschließend wird die Folie mit einem glatten Gegenstand beschwert. Dadurch ersparen Sie sich hinterher viel Schleifarbeit. Polyesterharze haben die Eigenschaft, daß sie an der Luft klebrig und leicht wellig aushärten. Durch das Auflegen der Abdeckfolie wird die Oberfläche der Harzschicht spiegelglatt und härtet klebefrei aus. Die Folie können Sie nach dem Aushärten es Harzes einfach abziehen.

Eingiessen in Polyesterharz :

  1. Für die Eingiesstechnik benötigen Sie eine größenmäßig zu dem ausgewählten Einbettungsgegenstand ausgewählte Form. Verwenden Sie dafür eine Giessform, ist auch oft der Fassungsinhalt darauf vermerkt. Wenn Sie andere Gegenstände als Form verwenden wollen, müßen Sie diese vorher erst “auslitern”,d.h. vollständig mit Wasser befüllen und das Wasser in einen Messbecher schütten. An der Skala am Messbecher können Sie den Materialbedarf ablesen. Ist der Einbettungsgegenstand wasserfest, ist es gut, wenn Sie ihn gleich mit in die Form legen, zumal sich der Materialbedarf so entsprechend reduziert. Bei Objekten, die Sie so nicht verwenden können, müßen Sie den ermittelten Materialbedarf etwas reduzieren ( Volumen des Eingiessobjektes vom Harzbedarf abziehen).
  2. Giessharz hat ein etwas höheres spezifisches Gewicht als Wasser. Deshalb müssen Sie den ermittelten Materialbedarf mit 1,1 multiplizieren. Beispiel : Wasserstand im Messbecher 225 ml x 1,1 ergibt einen Harzbedarf von ca 247 g.
  3. Trocknen Sie die Form danach mit einem Tuch aus und streichen Sie von innen mit einem Formentrennmittel gleichmäßig dünn aus. Ca 10 Minuten später sollte es angetrocknet sein, sodaß Sie mit dem Eingiessen der ersten Harzschicht beginnen können. Da die Herstellung der Giesslinge meistens im Dreischichtverfahren geschieht, benötigen Sie für das Giessen der Grundschicht ca 60 g. Diese Mengenangabe bezieht sich